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 2012 

Taumonat

Die weiße Kappe im Februar-

bringt Glück und Segen fürs ganze Jahr.

(Bauernregel)

Nachdem uns der Winter bisher so gut wie keinen Schnee beschert hat (hatten wir überhaupt schon Winter?), kommen jetzt schon vereinzelt die Spitzen der Blumenzwiebel zum Vorschein. Zu den allerersten, die sogar aus der Schneedecke herausgucken, gehören der Winterling, die Zwergiris, der Wildkrokus und der Schneeglanz. Aber auch die Schneeheide bringt bereits im Februar ihre Blüten hervor.

Bei den Ziersträuchern sind der echte Jasmin (Jasminum nudiflorum), der Seidelbast (Daphne mezereum) und die Zaubernuss (Hamamelis) die Ersten. Doch dürfen wir uns von den frühen Frühlingsboten nicht irritieren lassen, denn der Frühling selbst läßt noch auf sich warten. Wir müssen immer noch mit strengen Frösten rechnen und dürfen deshalb nicht leichtsinnig werden und womöglich empfindliche Pflanzen ins Freie bringen.

Umso mehr dürfen wir uns an den hübschen Blüten unserer Frühlingsboten erfreuen. Sie sind überhaupt nicht empfindlich, nicht einmal eine erneute Schneeschicht macht ihnen etwas aus - oder eine weitere kalte Nacht. Sie sind auf solche Wetterumschwünge eingestellt und nehmen keinen Schaden.

Im Garten lassen wir die Schneeschicht unberührt. Nur unsere immergrünen Gehölze sollten wir vom Schnee befreien, damit die Äste nicht durch die Last brechen.

Von den Staudenrabatten dagegen dürfen wir den Winterschutz um diese Zeit selbst bei günstigem Wetter noch nicht entfernen, denn gerade jetzt können besonders große Schäden auftreten. Die Sonne hat nämlich, wenn sie scheint, schon mehr Kraft als man annehmen möchte und die Nächte sind empfindlich kalt. Die großen Temperaturunterschiede können die Pflanzen stark schädigen. Das gilt übrigens auch für unsere Obstbäume, die wir aber mit einem Kalkanstrich schützen können.

Ziergräser schneiden

Rechtzeitig vor dem Neuaustrieb werden Ziergräser wie Lampenputzergras, Pampasgras oder Federborstengras zurückgeschnitten. So vermeiden wir, dass wir die neuen Triebe verletzen, die bei milden Temperaturen bereits aus dem Inneren zu wachsen beginnen.

Rhododendron

Rollt der Rhododendron bei Kälte seine Blätter ein, ist das ein natürlicher Schutz. Färben sich die Blätter allerdings blassgrün bis gelblich, liegt es  am zu geringen Säuregrad des Bodens. Moorbeetpflanzen, wie auch der Rhododendron, lieben einen pH-Wert zwischen 4,5 und 5, d.h. sobald der Boden offen ist, sollten wir Rhododendronerde um die Pflanze ausbringen und einen speziellen Rhododendron-Dünger einarbeiten.

Knollenbegonien

Knollenbegonien können jetzt in feuchter Erde und an einem hellen Platz vorgetrieben werden. Sonst blühen sie zu spät. Das gleiche gilt auch für das Indische Blumenrohr (Canna indica).

Obstbäume und Gehölze

Sobald die stärksten Fröste vorbei sind können wir mit dem Schnitt von Gehölzen und Obstbäume beginnen.

Gerade bei unseren Gehölzen wird oft der Fehler gemacht, dass nur die oberen, zu langen oder überhängenden Zweige abgeschnitten werden. Diese Maßnahme führt aber dazu, dass die Pflanze von unten her vergreist, die Blüte nachläßt und durch die ganze "Schnippelei" der Habitus (Aussehen) unnatürlich wirkt. Um die Pflanze über Jahre hinweg gesund und blühfreudig zu halten müssen wir jedes Jahr  die ältesten Triebe ca 10-20 cm über dem Boden abschneiden. Dadurch wird das Wachtum von unten angeregt und neue Triebe wachsen nach. Wir Fachmänner nennen dies: Basitoner Austrieb, ein Austrieb also von der Basis her. Bei dieser Schnittmethode müssen wir darauf achten, dass wir nicht alle starken Triebe entfernen, ansonsten fallen die restlichen Zweige um. Schneiden dürfen wir aber nur die sommerblühenden Gehölze. Die Frühjahrsblüher (z.B. Forsythie, Zierjohannisbeere) schneiden wir erst  nach der Blüte. Ein jetziges Schneiden würde die Büte verhindern oder beeinträchtigen. Ein Sonderfall ist die Hortensie. Die Bauern- od. Gartenhortensie, Tellerhortensie und Samthortensie blühen zwar erst im Sommer, legen aber ihre Blütenknospen bereits im Vorjahr an. Ein Schnitt wie oben beschrieben würde die Blüte ausfallen lassen. Man 'putzt' die Sträucher daher nur aus, entfernt die alten Blütenstände und erfrorenen Triebe bis zu einem gesunden Knospenpaar. Auch wenn die Sträucher über die Jahre ziemlich dicht werden ist ein Auslichtungsschnitt nicht erforderlich, die Blütenpracht bleibt auch über Jahre hinweg erhalten.

Falls der Strauch über die Jahre hinweg doch zu alt geworden ist, hilft nur noch ein radikaler Verjüngungsschnitt. Alle Zweige werden bis auf 10-20 cm über dem Boden abgeschnitten, evtl. werden nur einige junge Triebe stehen gelassen.  Diese Maßnahme sieht zwar im ersten Augenblick radikal aus, aber bereits im Frühjahr bilden sich neue Zweige und bis zum Sommer  hat der Strauch wieder eine ansehnliche Größe erreicht. Im Herbst  werden dann noch einmal die dichten Triebe ausgelichtet und nur die stärksten stehen gelassen. Auf diese Weise haben wir den Strauch verjüngt und er wird uns noch über Jahre hinweg durch seine Blühfreudigkeit erhalten bleiben.

Beim Schneiden unserer Obstbäume achten wir auf ein lockeres Astbild. Übereinanderliegende oder reibende Äste werden entfernt. Auch die meisten einjährigen Triebe ("Wasserschosse") werden entfernt. Ein Baum trägt nur an den waagerechten, zweijährigen Triebe Früchte. Achtet darauf das die späteren Früchte genug Platz und vor allem auch Licht bekommen. Eine ausgewogenes Verhältnis von Fruchtknospen (die dicken Knospen) muss gewährleistet sein. Lieber ein paar Zweige mehr entfernen. Dadurch reduziere ich zwar die spätere Fruchtausbeute, aber lieber ein paar Früchte weniger als viele kleine!

Unser 3 Spalierbäume  vor und nach dem Schnitt. Die einjährigen Triebe ("Wasserschosse") wurden größtenteils entfernt. So können die Apfelbäume ihre ganze Kraft in die Fruchtknospen stecken. Die Bäume sind jetzt ca 10 Jahre alt. Die letzten Jahre haben wir einen kombinierten Erziehungs- u. Ertragsschnitt durchgeführt, d.h. wie haben den Bäumen einerseits ihre Form gegeben und die waagerechten Hauptäste ausgebildet. Die Fruchtausbeute viel dabei etwas geringer aus. Da sie jetzt ihre Form haben, konnten wir dieses Jahr einen reinen Ertragsschnitt durchführen. D.h. wir haben, wie oben erwähnt, die meisten der einjährigen Triebe entfernt und nur die 2-3 jährigen Fruchtruten stehen lassen. Erkennbar sind diese an dicken Knospen, während die Blattknospen kleiner und eng anliegend sind.

Im Gewächshaus können wir jetzt schon mit der Aussaat von Paprika und Ende Februar/ Anfang März mit der Aussaat der Tomaten beginnen. Gerade Paprika hat eine lange Keimzeit und die jungen Sämlinge wachsen recht langsam. Jetzt, zum Monatsanfang ausgesät, können wir bis zum Auspflanzen Mitte Mai mit kräftigen, starken Pflanzen rechnen.

Pflanzenschutz bei Zimmerpflanzen

Wer kennt sie nicht - kleine, schwarze Mücken, die im Winter auf den Topfballen sitzen und beim Gießen sofort hochfliegen. Hierbei handelt es sich um Trauermücken, die ihre Eier in feuchter  humusreicher Erde ablegen. Die Larven sind weiß, 4-7mm lang und haben schwarze Köpfe. Die Trauermücken leben von abgestorbenen Pflanzenteilen, knabbern aber bei Nahrungsmangel auch gerne mal die Wurzeln an. Die erste Maßnahme ist, so wenig wie möglich gießen und, wenn es die Pflanze aushält, den Topfballen ganz austrocknen lassen. Gelbe Leimsticker helfen, einen Teil der Mücken zu fangen. Vorbeugend kann man die Eiablage verhindern, indem man den Topfballen mit etwas Sand abdeckt.

Oft sind im Blumentopf auch kleine, weiße, hüpfende Tierchen zu entdecken. Es handelt sich hierbei nicht um Flöhe, sondern um Springschwänze. Sie ernähren sich von toten Pflanzenresten. Sie sind zwar für unsere Pflanze nicht gefährlich, aber lästig! Wie die Trauermücken auch, vermehren sich die Tierchen gerne in feuchter Erde. Zur Bekämpfung sollten wir den gesamten Topfballen kurzzeitig in einen Eimer Wasser tauchen. Die Tierchen schwimmen dann an der Wasseroberfläche und können leicht abgeschöpft werden. Anschließend den Topf einige Tage nicht gießen und trocknen lassen.

 

Am 14. Februar ist Valentinstag. Der Tag, an dem man(n) seiner Liebsten mit einem Blumenstrauß eine Freude bereitet.

 

 Der immerwährende Kalender im Februar

 

1. Woche

2. Woche

3. Woche

4. Woche

Sommerblumen im Haus vorziehen

Frühkartoffeln im hellen, frostfreien Raum vortreiben

Johannisbeersträucher ausschneiden

Leimringe an Obstbäumen kontrollieren

Fuchsien durch Stecklinge vermehren

Rhabarber mit einem Behälter abdecken

Frühbeet anlegen

Zwetschgen und Kirschen veredeln

Kohlrabi, Salat und Knollensellerie im Glashaus säen

Verblühte Schneeglöckchen teilen

Nisthilfen für Vögel vorbereiten

Durch Frost gelockerte Neupflanzungen festdrücken

Kübelpflanzen zurückschneiden

Tulpen mit Torf oder Reisig vor Frost schützen

Klettergehölze in Form schneiden

Erdbeerpflanzen mit Folie abdecken

+++Termine 2012+++Termine 2012+++Termine 2012+++

04356 Leipzig 11. bis 19.02.12  Messe "Haus Garten Freizeit" auf dem Messgelände Leipziger Messe, www.haus-garten-freizeit.de

14334 Nettetal 25. und 26.02.12  Schneeglöckchentage im Oirlicher Blumengarten, www. oirlicher-blumengarten.de

25358 Horst 24. bis 26.02.12  "LebensArt", Verkaufsausstellung für Haus und Garten, www.lebensart-messe.de

25436 Uetersen 25.02. bis 03.03.12 Helleborus-Tage in der Staudengärtnerei Alpine, www.alpine-peters.de

30149 Hannover 02. bis 29.02.12  Ausstellung "Phalaenopsis - Orchideen der Sehnsucht" in den Schauhäuser im Berggarten, www.herrenhaeuser-gaerten.de

34121 Kassel  25.02. bis 04.03.12 "Frühjahrsausstellung", Messe für Heim und Garten auf der Messe Kassel, www.messe-kassel.de

39114 Magdeburg 17. bis 19.02.12  Messe "Gartenträume" im Elbauenpark, www.gartentraeume.com

45131 Essen 08. bis 12.02.12  Messe "Haus Garten Genuss", Messe Essen, www.haus-und-garten-messe.de

47495 Rheinberg  03. bis 05.02.12 Messe "Gartenträume" auf dem Messegelände Niederrhein, www.gartentraeume.com

60323 Frankfurt 16.02 bis 04.03.12  Ausstellung "Frühlingsblumen" im Palmengarten, www.palmengarten.de

66740 Saarlouis 11. und 12.02.12 Frühlingsausstellung "Tulipa" im Blumenhaus Wein, www.blumenhaus-wein.de

66953 Pirmasens 03. bis 05.02.12 Gartenmesse "Diga" in den Messehallen, www.diga-gartenmessen.de

79108 Freiburg 24. bis 26.02.12 Messe "Gartenträume" auf dem Messegelände Freiburg, www.gartentraeume.com

87435 Kempten 25. und 26.02.12 Alläuer Gartentage, BigBix Allgäu, www.fetzersamen.de

89073 Ulm 10. bis 12.02.12 Messe "Gartenträume", Ulm-Messe, www.gartentraeume.com

91052 Erlangen 17. bis 19.02.12  Gartenmesse "Diga" in den Heinrich-Lades-Hallen, www.diga-gartenmessen.de

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